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Qualifizierung von Dozierenden

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Zu den wichtigsten Bausteinen der Fakultätsentwicklung gehört die Förderung und Motivierung des eigenen Personals- der Dozentinnen und Dozenten. Dies setzen wir z.B. durch unsere Maßnahmen in der Fort- und Weiterbildung um. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung medizindidaktischen Wissens, sondern auch darum, einen lebendigen interfakultären Austausch anzuregen und die Begeisterung für die Lehre zu wecken, bzw. zu erhalten. Ziel dabei ist die Etablierung einer positiven Lehrkultur mit Entwicklungspotenzial. Nachdem alle ärztlichen und wissenschaftlichen Mitarbeiter an unserer Universitätsklinik eine Verpflichtung zur Lehre haben, bieten wir auch von Beginn der Tätigkeit am Klinikum rechts der Isar Unterstützung für eine zeitgemäße Lehre an.

Durch die bayernweit einheitliche Zertifizierung und die Orientierung an internationalen Standards erhalten die TeilnehmerInnen einen Nachweis über ihre hochschuldidaktischen Kompetenzen, der als Beleg Ihrer pädagogisch-didaktischen Qualifikationen in der Medizin gilt. Zentrales Ziel der Zertifizierung im Verbund ist die Verbesserung und Qualitätssicherung der Lehre an den medizinischen Fakultäten. Die drei Entwicklungsstufen des Kompetenznetzes Medizinlehre Bayern sind „Innovation“, „Implementierung“ und Qualitätsstandards Bayern“ als Grundlage des Prozesses.

Dabei wurde an der TU München ein Curriculum bestehend aus mehreren Bausteinen entwickelt und umgesetzt. Diese sind aufeinander abgestimmt und bauen aufeinander auf.

Insgesamt besteht das Programm für das Zertifikat Medizindidaktik der Bayerischen Universitäten auf dem Niveau der Grundstufe am Standort Technische Universität aus 4 Bausteinen. Dabei können die Bausteine nur in folgender festgelegter Reihenfolge absolviert werden: Das Gesamtprogramm umfasst die halbtägige Dozentenschulung (Baustein 1), Aufgaben zur Vorbereitung, sowie das 5-tägige Dozententraining (Baustein 2), die Erstellung einer Lehrkonzeptskizze, eine kollegiale Hospitation, eine professionelle Supervision sowie ein Reflexionsbericht (Dozentencoaching Baustein 3) und einen bzw. mehrere hochschuldidaktische Vertiefungskurse (Baustein 4). Baustein 3 und 4 sind innerhalb eines Jahres nach Abschluss des Baustein 2 zu absolvieren. Der erfolgreiche Abschluss aller Einheiten führt zum Erwerb des Hochschulzertifikats Medizindidaktik (TUM), welches das Gesamtprogramm von mind. 60 AE umfasst und kann auf das Zertifikat Hochschullehre Bayern (120 AE) vollständig angerechnet werden. Eine AE wird dabei mit 45 Minuten berechnet.

 

Lehrleistung im Habilitationsverfahren

Der durch Habilitationsordnung der Fakultät für Medizin der TU München (aktuelle Fassung vom 9.12.2003) geforderte Lehrbericht des Fachmentorates wird stellvertretend durch den Studiendekan und den Direktor vom TUM Medical Education Center (MEC) nach einem standardisierten Prozess und Format verfasst.

Im Rahmen des Habilitationsverfahrens wird seit 2011 die Lehrleistung nach den Dimensionen "Quantität", "Qualität" und "Qualifikation" beurteilt:

Basierend auf der Habilitationsordnung umfasst der Bericht folgende drei Bereiche:  

  • Quantität der Lehraktivität währen des Habilitationsverfahrens (§9, Absatz 3)
    • Anzahl der durchgeführten Kurse, die Entwicklung von Lehrmaterial, Betreuung von Doktoranden, organisatorische und Curriculums-Aktivitäten und Prüfungen (prospektive Dokumentation). Außerdem werden in einer schriftlichen Lehrreflexion die verschiedenen Lehraktivitäten diskutiert.
  • Qualität der Lehre unter Einbeziehung der Bewertung der Studierenden (§9, Absatz 3)
    • Bewertung durch Studierende (Evaluationsergebnisse), Bewertung durch Experten im Rahmen einer Lehrprobe (Rückmeldung durch Medizindidaktiker).
  • Qualifizierung durch Teilnahme an einem anerkannten hochschuldidaktischen Programm zur wissenschaftsgeleiteten Qualifizierung (§10, Absatz 2) 
    • Erwerb des Zertifikats Medizindidaktik der Bayerischen Universitäten (mindestens Grundstufe).

Im Einzelnen sind vom Habilitanden in den drei Bereichen Richtlinien zu erfüllen und im Portfolio Lehre zu dokumentieren. 

 

Lehrleistung im APL-Verfahren

Auch im APL-Verfahren werden Quantität und Qualität dokumentiert und durch einen entsprechenden Lehrbericht beurteilt.

Alle Informationen zur APL finden Sie auf der Fakultätswebseite der Medizin.